*ohne Titel*

Irgendwann am Ende meines Lebens erkannte ich, dass alles was ich je besaß, alles was ich je geliebt, nicht mehr als eine Phantasie meines sehnsuchtbeladenen Herzens war.
Die Liebe die ich erfuhr, hatte nie existiert.
Das Leben welches ich schenkte erblickte nie das Licht der Welt.
Emotionen die ich empfunden hatte, waren nicht viel mehr als Einbildungen die ich erfand um den Durst meines Herzens zu stillen.
Ich verkannte, weil ich nicht begreifen wollte. Griff nicht nach der Realität des Seins; die Konsequenz der Einsamkeit fürchtend.
Das Leben, welches ich gelebt, war nichts. Leer.
Ich hatte keine Spur meiner Existenz hinterlassen.
Alles was an mich erinnerte war ein kalter Stein, der mit seinen liebevollen Worten mehr aus meinem Leben erfand, als ich je gelebt hatte. Zärtliche Verse beschrieben mich, der ich nie existierte.
Ich nahm Abschied von einer Welt, die mir nichts gegeben und der ich nie etwas genommen hatte.
Auf eine zweite Chance, Teufel der Wehmut. —–

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