Aufregung

Früher, da wäre es wohl erst am nächsten Tag in den Nachrichten gewesen. Heute ist es eine spielfilmunterbrechende Sondersendung wert.
Schiesserei auf LA Airport.
Früher, ja, da hätten 2 Tode und 4 Verletzte keine Verschiebung der Werbepausen gerechtfertigt. Selbst nicht am ‚Independence Day‘.
Aber heute.
Heute vermutet der ‚fachkundige‘ Journalist der „erst vor Kurzem auf dem L.A. Airport gewesen“ ist (im nächsten Halbsatz dann „im April„) gleich mal einen terroristischen Anschlag.

Heute ist vieles anders …Kommt es mir nur so vor, oder haben sich die Grenzen, die sich Medien selbst auferlegen, seit dem 11.September 2001 verschoben? Hielt ich schon jene Bilder als Menschen aus Verzweiflung aus dem Empire State Building sprangen für jenseits aller Berichterstattungsgrenzen, sieht man heute täglich im Kugelhagel sterbende Kinder, Blutüberströmte Schulgänge oder Leichenübersähte Marktplätze aus dem Nahen Osten …

Ist es possitiv, dass die angebliche Sensibilisierung so weit geht, dass heute jeder Attentäter eine eigene Sondersendung bekommt?

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Ein Kommentar

  1. ich nehme eher das gegenteil von „sensibilsierung“ wahr, wie ich hier versucht habe, zu beschreiben. das grauen ist längst zensiert, die totale ist erträglich und die sprecher verharmlosen (ausnahme sind die einstürzenden wtc-türme).
    ich weiss nicht, wie es anderen geht, vergleiche ich dieses video mit den alltäglichen fernsehbildern, dann weiss ich, dass man uns hier einlullt mit masse und zahlen, mit einer meldung nach der anderen, ganz im stil, das ist weit weg, hat nichts mit uns zu tun und sowieso, netter krieg da auf dem grünen videoschirm und mit diesem tollen düsenjägern.
    —–

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