Handyverweigerer

Seit einigen Monaten entziehe ich mich konsequent dem „Alway On“-Zwang. Zumindest im Bereich Handy. Mein W800 dient seit geraumer Zeit eigentlich nur noch als Wecker und Telefon in der Wohnung.
Datum des letzten Ausflug mit Handy: 13.Februar 2007.
Seit dem bin ich Handymitnehm-Verweigerer.

Es ist toll.
Schließlich darf ich jetzt ungehemmt über Menschen in der freien Wildbahn lästern, die solche Fragen beantworten müssen wie „Wo bist Du“ oder „Wann kommst Du“ oder „Was machst Du“ oder auch „Bringst Du noch Milch mit“.

Seit 1998 habe ich ein Handy, zeitweilig gar zwei. Heute genieße ich es ohne zu sein. Menschen die mich erreichen wollen können das auch per Festnetz oder Mail. Die Zeiten in denen ich mit meiner Familie draussen bin, will ich genießen und frei sein. Die Zeiten, bei denen ich zu Terminen bin, bin ich zu Terminen und kann sowieso nicht telefonieren.

Erst am 18. wird es für mein kleines Mobiltelefon wieder freie Sonnenstrahlen geben. Wenn ich nach Hannover fahre. Und dann … Mal sehen, vielleicht motte ich es ja ganz ein?!

Schmeißt die Handys weg. Braucht niemand. Früher hat das auch ohne geklappt.

(Drauf gekommen, weil sich jeder gerade an twitter geiseln mag)

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7 Kommentare

  1. Fein, dass es das noch gibt: Leute, für die es keine Priorität hat, für andere erreichbar zu sein.
    Ich habe von Beginn an bis heute nur Prepaid-Telefone und mein Guthaben wird immer größer, weil ich die 15-Euro-„Rubbellose“ nie rechtzeitig abtelefonieren kann.

  2. Moin

    Als Kein-Händi-Haber frag ich mich schon ob es eine Nachricht wert ist, wenn man etwas nicht hat.

    Aber vielleicht täusche ich mich und es geht um den
    bewußten Verzicht so wie beim Rauchen.

    Selbsthilfegruppenaufruf – Für Distanz zur Erreichbarkeit!!!

    so long
    Calle

  3. Bin deinem Beispiel gefolgt: hatte ein paar Tage frei und mein Handy BEWUSST nicht eingesteckt. War eine harte Zeit!
    Was noch viel härter ist: ich habe vergessen es auszuschalten und die Batterie war schon sehr leer. Leider weiß ich nicht, wo ich ich es hingelegt habe (war irgendein demonstrativ anderer Ort) und anrufen kann ich es auch nicht. Meine einzige Lösung: vorgezogener Frühjahrsputz ; )!

    …oder die Aktion zwangsweise verlängern, da das Wetter viel zu schön zum Putzen ist.

  4. ich habe keins denke aber ich ver passe dadurch sehr viel, weil verabreden für handybeitzer mit nicht handy besiter nicht möglich scheint. klare ansagen scheinen handybesitzern nicht möglich weil die kurze sms andere struckturen braucht.

    hier äußern sich auch nur männer…

  5. jawoll ja!

    ich bin eine 44-jährige frau, die noch nie ein handy besessen hat. und darauf bin ich sowas von stolz. ich bin eine handy-verweigerin aus überzeugung. (einer meiner lieblings-autoren „stephen king“ ist auch ein handy-verweigerer) =siehe sein roman „puls“.

    naja, die handy-anhänger werden sagen: die ist zu alt und dazu auch noch eine frau. die kapiert die technik nicht.

    dazu möchte ich folgendes sagen:
    ich bin ein absoluter technik-freak, und habe vor technischen geräten absolut null angst. ich habe zwei notebooks,einen pda, eine psp, diverse digi-cams. das argument, die ist zu alt und kommt deshalb mit dem „häändie“ nicht zurecht, zählt absolut nicht.

    ich finde nur, jeder mensch hat auch mal „auszeit“ verdient. warum müssen wir denn -nicht 24 std am tag, sondern am besten 28 std, am tag- erreichbar sein??

    naja, nur meine meinung

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