Der Kampf um die Quelle

Das Geschäft mit Nachrichten ist hart. Weil News heute kaum mehr Exklusiv sind, zählt Geschwindigkeit. Der Kampf um das Siegertreppchen ist hart – auch in der Games-Szene. Da kämpfen Portale, Blogs, Communitys und twitter um die erste Meldung zu einem neuen Spiel, einer Erkältung bei Metal Gear Solid-Erfinder Hideo Kojima oder dem letzten Rülpser von Gamesbranchen-Analyst Michael Pachter. Wer zuerst kommt, ist toll.
Das treibt auf der anderen Seite auch ein wenig zum Verschweigen der eigenen Quelle an um auf anderen Portalen selbst als Quellen genannt zu werden. Dabei sind Quellen etwas, dass man in der Game-Berichterstattung offenbar noch weniger gründlich und noch weniger wichtig nimmt, als in der neueren Blogwelt.
Quellen sind umkämpft, und selbst eine Quelle zu sein, scheint manchem Portal wichtiger, als seine Quelle selbst offen zu legen. So geht Game7 (nein, man hat nichts mit ProSieben zu tun) nun zu einer lustigen Sache über, um die Quelle seiner News zu verschleiern:

Da wir wiederholt feststellen mussten, dass es einige unserer Kollegen nicht für nötig finden korrekte Quellenlinks zu setzen, wenn sie Informationen aus Newsmeldungen von uns veröffentlichen, geben wir die Quelle von Meldungen, die jünger sind als 12 Stunden ab sofort nur noch auf Anforderung heraus.

12 Stunden hat man nun also Zeit Game7 selbst als Quelle zu nennen, um nicht die Orignal-Quelle nennen zu müssen. Das klingt reichlich absurd, bei Game7 scheint man es allerdings Ernst zu meinen.

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