Coworking in Leipzig. Demnächst.

Das Konzept Coworking hat mich bereits überzeugt, als ich das erste mal von ihm gehört habe. Eine Art “offene Bürogemeinschaft”, auch wenn wahrscheinlich niemand, der Coworking lebt, diesen Vergleich hören will. Anders, und etwas böser ausgedrückt, ist Coworking die Rückkehr der Digitale Bohème ins Büro. Wobei Coworking-Spaces natürlich nur bedingt etwas mit Büro zu tun haben. Es ist eher der Arbeitsplatz, den man sich frei und ohne Zwang in einem Umfeld wählt, in dem man mit anderen Kreativen zusammen sitz, arbeitet und redet. Die Vereinsamung, die Freelancer öfters durch das Heimbüro oder den hinter dem Laptop im Café verschanzten Arbeitstag haben, wird aufgehoben. Im Space treffen sich Menschen die arbeiten – aber darüber hinaus auch miteinander reden, sich von Fall zu Fall ergänzen und helfen. Coworking ist, um es final zu definieren, die Symbiose aus der Welt der Digitale Bohème und des Sozialisungsvorgangs der normalen Arbeitswelt mit all den Vorzügen beider Welten.

Nun ist Coworking nicht nur ein Konzept, sondern ein lebendiger, atmender Trend – in New York, San Francisco, Los Angeles ebenso wie in London, Amsterdam und Stockholm. Und in Berlin. Und nun, nach einigen Monaten redens, planens und ruderns auch bald in Leipzig.

Coworking in Leipzig wird seine eigene Farbe haben. Leipzig lebt von seiner Urbanität, die erst vor wenigen Tagen ausschlaggebend dafür war, dass die New York Times die Stadt an der Pleiße zu einer Reiseempfehlung für 2010 machte. Diese Urbanität und DDR-Vergangenheit wird auch das Coworking huldigen, welches im Tapetenwerk unterkommen wird.
Daneben haben sich final mit Nico Krause und Alexandra Gigold zwei Macher gefunden, die bei vielen Vorstellungen zwar konform gehen doch genügend Reibungs- und gegenseitige Antriebspunkte haben – der eine Networker und Idealist, der andere Antreiber und Wirtschaftsgeist. Beide Überzeugungstäter. (Und das ist wirklich ausschließlich lieb & positiv gemeint!)

Im Februar wird das “Coworking Leipzig” als “le space (beta)” starten. Die “Beta-Phase” am Start wird ein überschaubarer Raum und damit ein überschaubares wirtschaftliches Risiko sein. Wie und wohin sich das Coworking dann hier entwickeln wird entscheiden vor allem die Mieter und Interessen. Und das wird in Leipzig durchaus eine Herausforderung, wie ich glaube.

Der Name “le space” übrigens ist ein Kunstwort. Wer an Französisch denkt liegt nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Auch wenn die Assoziation zur französischen Sprache gewollt ist, eigentlich bedeutet es etwas anderes. Im Französischen hieße es korrekt “l’espace” – der Raum. Doch der Name des neuen Coworking ist ein Spiel “LE” steht für Leipziger als Abkürzung für ihre Stadt. Space bedeutet Raum und Freiheit: “L’espace <> L.E. Space“. Der Name zeigt, dass „le space“ seinen eigenen Weg gehen will, Platz bietet, Urbanität ausstrahlt und seine Wurzeln in Leipzig hat. Es soll Leichtigkeit und Offenheit signalisieren.

Ich persönlich freue mich auf das Coworking in Leipzig. Deshalb gehöre ich zum Start zu den ersten Mietern und drücke Nico und meiner Frau Alexandra die Daumen – ich wünsche euch Glück und Erfolg. Damit die Vision, die ihr habt Realität wird! Alles Gute!

Ansprechpartner für das Coworking: Nico Krause und Alexandra Gigold – info (at) le-space.de

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6 Kommentare

  1. Hallo Thomas,
    bin sehr gespannt wie das Projekt angenommen wird. Bei allen Gesprächen im Rahmen des Webmontages hat sich gezeigt, dass ohne „Verantwortliche“ ein Projekt nur schwer bis unmöglich wahr wird. Schön, nun eine bald realisierte Idee besuchen und bestaunen zu können. Auf jeden Fall wünsche ich Nico und (deiner Liebsten) Alexandra sehr viel Erfolg & Spaß mit dem Coworking „le Space“.
    Viele Grüße,
    Martin

  2. Hallo Frank,

    wir würden uns freuen dich bei uns im Tapetenwerk zu sehen und dein Hund kann gerne mal bei uns reinschnuppern. Ein definitives Ja oder Nein kann ich dir nicht geben, da unser Co-Working durch die Menschen lebt und diese müssen auch mit dem Hund klar kommen.

    Aber wir würden uns freuen wenn du/ihr mal bei uns reinschnuppert 🙂

    LG
    Alexandra Gigold

  3. Hey Thomas,

    ich möchte bitte auch bestens darüber informiert werden, wie das Projekt bei euch anläuft.
    Ich habe letztens in einer Zeitung darüber gelesen und da stand, dass die Anfangsphase treffend und mit viel Einsatz voran ging, aber sich das Projekt nach hinten hin etwas verläuft.
    Leider weiß ich die Zeitung nicht mehr, sonst hättest du dir noch darüber Informationen holen können. Ich glaube, aber das allgemein, bei solchen „Special-Projekten“ immer ein einsatzfähiges Büro gefragt ist und die Motivation darf nicht schnell scheitern. Das ist ja in jedem alltäglichem Büroalltag 😀

    liebe Grüße und viel Erfolg
    Heiko

  4. Hallo! Ich freue mich auch schon darauf und bin auch gerne als Flexdesker der ersten Stunde mit dabei. Nachdem ich erst dabei bin in Leipzig Fuß zu fassen, und hier mit meiner Freundin zusammen wohne, ist ein Coworking Space ideal für mich: ich kann mich zum arbeiten dorthin verziehen und finde dort auch ein Netzwerk von Leuten, mit denen ich dann vielleicht auch gemeinsame Projekte machen werde.
    mlg eric p.

  5. Hallo Frank und die anderen mit Hund und Katz‘,

    leider erlaubt uns unsere Vermieterin keine Hunde im Büro bzw. auf dem Gelände, deswegen dürfen eure Vierbeiner leider keine Büromieter werden.

    Ich hoffe wir sehen uns trotzdem im Space

    LG
    Alex

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