Two Englishmen in New York

Ich bin kein Theater-Gänger, aber ich mag gutes Schauspiel. Und weil ich dazu zwei Gentlemen wirklich mag, würde ich ja nur zu gern gerade nach New York.
Dort nämlich spielen die fabulösen Sir Ian McKellen und Sir Patrick Stewart am Broadway gerade Harold Pinters „Niemandsland“ und Samuel Becketts „Warten auf Godot“. Die beiden Stücke sind gerade in der Preview, ab dem 24.11. spielen Steward und McKellen dann regulär bis 02. März im Cort Theatre in New York.

Die zwei Sirs sind nicht nur Kollegen, sondern seit einigen Jahrzehnten auch Freunde. Und die beiden Stücke in New York sind zudem nicht die erste Zusammenarbeit. Im Gegenteil. „Warten auf Godot“ führen sie bereits seit geraumer Zeit gemeinsam auf, der Broadway ist hier nur das Tüpfelchen des i’s.
Dass beide Spaß am Leben und der gemeinsamen Zeit haben, tragen sie auch nach außen. So wurden sie für ihre Reihe an Twitter-Fotos in den sozialen Netzwerken virtuell geherzt. So war McKellen im September bspw. Stewarts Trauzeuge. Über ihre Zusammenarbeit und Freundschaft haben Stewart und McKellen vor einigen Tagen auch ein längeres, sehenswertes Interview im Video-Format der New York Times gegeben.

Ich mag Patrick Stewart. Nun hatte ich meine erste Begegnung mit ihm natürlich als Captain Jean-Luc Picard. Doch durch die mittlerweile nunmehr 25 Jahre hinweg ist Stewart für mich mehr geworden. Einem Schauspieler, den ich wirklich unheimlich gern folge.
Er beweist Humor, wie zuletzt mit seinem Halloween-Kostüm-Tweet oder seinem Auftritt in der Daily Show vor einigen Tagen.

( Den Fall in Toronto, den beide immer wieder ansprechen gibt es hier zum nachlesen – von einem Bürgermeister, der Crack raucht )

Stewart erinnert mich immer auch ein wenig an meinen eigenen Vater – sein Auftreten, seine Eloquenz, auch sein Aussehen. Nun hätte sich mein Vater zwar nie als Hummer verkleidet in eine Badewanne gelegt, … 😉
Ich mag überdies vor allem auch Stewarts Schauspiel. Die Kraft, welche der heute 73jährige in seine Arbeit legt …

Ich würde jetzt nicht unbedingt ein Körperteil geben, um McKellen und Stewart in New York live zu sehen, aber …
Nun, vielleicht gibt es von beiden ja eine Aufzeichnung – irgendwann, irgendwo. Nicht, dass ich sprachlich alles verstehen würde, aber manchmal reicht allein das Spiel für eine Gänsehaut: McKellen, Stewart impressive in Berkeley Rep’s ‘No Man’s Land’.

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