Zwanzig-Fünfzehn, ein Rückblick

Man machts das ja so. Zurückblicken. Obwohl ich eigentlich nicht der Typ bin. Aber am Ende scrollt man sich in 10 Jahren dann doch durchs Blog und denkt sich: Wie war das Jahr nun eigentlich?

Wie jedes Jahr nehme ich meinen Blog-Geburtstag als Anlass, einmal zurück zu blicken. Mein privates Weblog ging nach einigen Spielerein die Wochen davor am 05. Januar 2001 offiziell online. Das ist entsprechend bereits 15 verdammt lange Jahre her – darauf hatte ich vor ein paar Wochen schon einmal zurück geblickt.

Nun also.
Zwanzig-Fünfzehn war, in einem Wort: Erlebnisreich.
Und dafür muss ich dem geistigen Weltenwesen wirklich danken, denn es war ein gutes Jahr. Zwanzig-Sechszehn wird da wahrscheinlich herausfordernder.

Aber fangen wir von vorn an, und schnappen uns den bereits im letzten Jahr ausgefüllten Fragebogen einfach und stopfen ihn mit Worten voll.

Beste Entscheidung?

… gute Frage. 2015 war – ich begrüße das durchaus – ein sicheres und, zwar mit vielen Terminen und Ereignissen – aber insgesamt doch auch ruhiges Jahr. Dafür bin ich dankbar. Die beste Entscheidung dabei war, keinen Quark zu machen …

Schlechteste Entscheidung?

… habe ich offenbar verdrängt.

Die gefähr­lichste Unter­neh­mung?

Meiner Frau einen Tanzkurs mit mir zu Weihnachten zu schenken. Das wird 2016 katastrophale Auswirkungen auf das Klima und Internet haben!

Erkennt­nis des Jah­res?

Das Leben umarmen.

Schöns­tes Ereig­nis?

Dieser magische Nachmittag in Venedig, als die Frau und ich gemeinsam mit den Kindern in einer kleinen Trattoria versackt sind. Es gibt so Stunden, da spielen Zeit und Geld keine Rolle, weil sie einfach perfekt sind – das Wetter, der Ort, die Stimmung. Bei den Gedanken an diese paar Stunden ohne Handy, einfach nur mit Sonne, den Kindern und ein paar sehr einfachen Tellern Essen sowie einer Flasche weißem Wein wird mir warm ums Herz.

Zugenommen oder abgenomme?

Tatsache: Abgenommen. Nachdem ich im Februar festgestellt habe, dass ich einiges zu viel auf den Rippen mit mir rumschleppe … Ergebnis: Ende März war ich von knapp 85 kg auf 73 runter. Seitdem halte ich konstant 75 Kilo. Passt. Und da ist sogar noch etwas Spielraum, im Februar dann vielleicht für das Ziel 70 kg.

Mehr Geld oder weniger?

Im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleichviel – und dankbar dafür, dass es reicht. Das war vor zwei Jahren in der Tat auch ein Anstoß zum Nachdenken: Ich habe mich Ende 2014 davon verabschiedet nur Geld verdienen zu wollen. Ich arbeite heute für die Projekte, die mir Freude bereiten und der Verdienst stimmt. Zeit ist ein weit höheres Gut als Euro.

Beste Anschaffung?

Eine wirklich große Anschaffung gab es 2015 eigentlich nicht, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe mir zum Ende des Jahres eine Sony Alpha 6000 gekauft; ob das eine gute Investition in eine kleine Reisekamera war, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Die bisher beste Anschaffung 2015 deshalb: Der Amazon Fire TV Stick – Amazon Prime, Netflix, Zattoo, alles mit einer kleinen Fernbedienung.

Dämlichste Anschaffung?

Ein DSLR Rig … liegt nur ungenutzt rum.

Teuerste Anschaffung?

Außer das in Urlaub investierte Geld? Wahrscheinlich die OP des Hundes – alles in allem hat die knapp 1.200 Euro verschlungen.

TV-Serie des Jah­res?

Mr. Robot, Jessica Jones und The Man in the High Castle. Alles drei toll inszenierte, überzeugende Serien. Bei Jessica Jones habe ich drei Episoden benötigt, aber dann war sie viel zu schnell zu Ende … Ich freue mich bei allen dreien auf eine Fortsetzung. Ansonsten diese Liste hier trifft auch meine besten Serien.

Beste Musik des Jahres?

Laut Spotify – dem Streaming-Musikdienst meines Vertrauens – waren es Thirdy Seconds to Mars. Was mir im Ohr blieb waren Ain’t Nobody von Felix Jaehn und Jasmin Thompson sowie Downtown von Macklemore & Ryan Lewis.

Das beein­dru­ckendste Buch?

… ich habe 2015 leider wenige Bücher gelesen. Toll fand ich jedoch Der Hals der Giraffe sowie An der Arche um Acht, dass ich den Kindern vorgelesen habe.

Der ergrei­fendste Film?

Ergreifend ist schwer. Der beeindruckendste definitiv Er ist wieder da. Ich fand das Buch schon gut, der Film ist aber unheimlich. Unheimlich lustig, schockierend und spiegelnd.

Wort des Jah­res?

Telefonkonfernenz.

Die meiste Zeit ver­bracht mit …?

Mit Kunden und der Familie. Sollte mehr Zeit mit der Frau allein werden.

Die schönste Zeit ver­bracht mit …?

Meiner kleinen Familie.

… zum ers­ten Mal getan?

Als verantwortlicher Community Manager ist es nicht leicht, loszulassen. Das habe ich nach sechs Jahren dieses Jahr zum ersten mal ein paar Tage tun dürfen. Komisch, aber auch toll – vergessen, wie sich das anfühlte.

… nach lan­ger Zeit wie­der getan?

Länger als 24 Stunden nicht ins Postfach geschaut.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte ver­zich­ten kön­nen?

Tatsächlich gibt es da in 2015 nur zwei. Der Auto-Unfall meiner Mutter Anfang des Jahres, der heute noch Auswirkungen hat & die Hunde-Not-OP, die war unschön und teuer.

2015 war mit einem Wort …?

Manchmal sind es schlichte Worte, aber 2015 war einfach wirklich toll.

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