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07/18/2001 Eintrag: ""

tim sinniert über die generation-definition. ich gehöre offenkundlich der generation @ an - ich bin 20, computerbessesen und arbeite in der webbranche. warum also, dann "gen2001 - vorleben einer generation x"?
gute frage. die definition der generation x heisst da: "Es ist die erste Nachkriegsgeneration, die den Lebensstandard der Eltern nicht mehr steigern kann. Statt gegen dieses Schicksal aufzubegehren werden die Protagonisten durch ein eigentümliches Einverständnis mit ihrer Situation charakterisiert, in der sie sich durch schlechtbezahlte Teilzeitjobs ihren Lebensunterhalt verdienen."
nun, ich denke ich kann meinen lebensstandard erhöhren. was nicht allzu schwer sein dürfte, meine mutter wurde 2 jahre nach dem mauerbau in einer thüringischen kleinstadt geboren, mein vater 1928 in borna, lernte in solingen bierbrauer und übernahm dann im thüringischen eisenberg das fuhrunternehmen seines vaters, das heute meine mutter leitet. ich bin der erste, seit x generationen, der nicht in das geschäft einsteigt. grund 1: ich verlangte zuviel. grund 2: ich habe mich nicht davon abbringen lassen viel zu verlangen. das habe ich heute im "normalen" berufsleben auch nicht abgelegt - ich verlange viel! anyway ... zurück zur generation x. ich habe keinen teilzeitjob. aber die letzten beiden jahre hatte ich einen ;) ich habe in den letzten 4 jahren gerade einmal 1 jahr gearbeitet ... geld hatte ich immer ... ausser im letzten quartal 2000 ging es mir immer gut. warum also trotzdem generation x? ich lebe in den tag. ich mache mir keine sorgen über morgen. und gestern ist mit einem riesigen haken versehen. und das ist meines erachtens etwas, was die generation x auszeichnet. deshalb ist es meine ganz persönliche generation ... im grunde hätte ich auch generation 2001 schreiben können ... anyway ...

Huch - ein spannendes Thema hast Du da angefangen. Ich hab auch die Spuren meiner Eltern (Geschäft, seit ewigen Urzeiten) verlassen, und wenn es kohlemäßig auch nicht so gut aussieht wie bei ihnen, so hab ich doch etwas, was ihnen fehlt und mich reichmacht:
Freizeit und Selbstbestimmung
(so paradox es klingt eben durch ein abhängiges Arbeitsverhältnis, das mehr Spielraum und Flexibilität bietet als eine eigene Firma).
Ist das vielleicht ein wichtiger Maßstab für die Generation-irgendwas, was sie von den vorhergehenden unterscheidet?

Towanda @ 07/18/2001 12:22 AM CST

  ich denke schon ... es gibt zwar auch ne menge junger leute die selbstständig sind, aber die meisten sehen sich doch lieber als jemand der lieber frei ist und nicht die pflicht auf sich nimmt, die mit der selbstständigkeit einher geht ... ich war auch kurfristig selbstständig ... es lief gut, war aber im endeffekt nicht das was ich will ... ich bin lieber derjenige, der am ende des monats einen festen betrag haben will ... egal ob ich die hälfte des monats nur rumgegammelt habe oder nicht ...

thomas @ 07/18/2001 12:56 AM CST

Um die Haken hinter der Vergangenheit beneide ich Dich. Der Rest kommt wirklich so hin, wobei meine Eltern kein Geschäft oder sowas hatten/haben. Aber ich bin halt ausgebrochen und weit weg gezogen. Immerhin :-).

Torsten @ 07/20/2001 12:11 AM CST



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