Enten sind gelb, und Kühe lila

Wir haben 1.405 Schüler gefragt, und …

Nur jeder sechste Schüler interessiere sich für Pflanzen, mehr als jeder zweite könne sich nicht an ein Naturerlebnis erinnern […] Jeder neunte Schüler glaube, Enten seien gelb. […] Für die Mehrheit der Befragten sei es daher ein Tabu, Bäume als Rohstoffe und Tiere als Nahrungsmittel anzusehen.

Will noch jemand wissen, warum ich froh bin in einer verhältnissmäßig ländlichen Gegend aufgewachsen zu sein? Will noch jemand wissen, warum ich es liebe, dass meine Eltern noch immer alle erdenklichen Tiere haben? Aber vor allem: Will jemand wissen, wie ich mich immer köstlich amüsiere, wenn ich sehe wie „Städter“ reagieren wenn sie ein geschlachtetes Schwein sehen? Oder die Schlachtung miterleben? Ja? Köstlich! So traurig das Ergebnis dieser Studie ist.
Aber ich habe mich ja schon daran gewöhnt, dass sowas vorkommt … Wenn ich mich im Bekanntenkreis umsehe wundert es mich nichtmal mehr; da wird alles vom Kind ferngehalten was nach Dreck oder Natur aussieht, obwohl man vielleicht selbst mit genau dem groß und normal geworden ist.
Das gleiche Prinzip gibt es übrigens beim Essen. Nur nicht zu wenig Maggi. Und am besten dann auch noch Geschmäcksverstärker dran kippen, den es mittlerweile ja sogar im Gewürzregal zu kaufen gibt … Denn richtiges schmecken gehört auch zum Leben (und ich behaupte hier nicht, dass meine Geschmacksnerven frei von wirtschaftlicher Steuerung sind; außer Salz vielleicht; die Nerven sind bei mir nicht wirklich zu gebrauchen).

5 Kommentare

  1. Ich komm auch vom land, hatte sogar mal überlegt ein ichKommVomLand Weblog zu starten wo unsereins über damals, heute und all so zeugs reden kann.

    Hättest du an sowas auch interesse?
    —–

  2. Eine „Bambi-Mentalität“ die schon seit langem zu beobachten ist. Selbst Natur muss keimfrei und „Sagrotan-sauber“ sein, dass aus so einer Erziehung kein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt entstehen kann ist nur logisch. Die Umwelt ist zu abstrakt, um sich wirklich aktiv für sie einzusetzen. Eine passive „Dagegen“-Haltung setzt sich eben in allen Bereichen immer mehr durch.

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