*Tod eines Kritikers*

Nachdem ich nun ein paar erste Seiten gelesen habe (aus dem im Netz rumtreibendem Manuskript) und Walser (etwas gequält aussehend) gestern Abend (oder eher Nacht) auf einem der dritten Sender nochmal aus seiner „Abrechung“ gelesen hat, muss ich sagen: Schund.
Entweder liegt es am Alter das Walser mittlerweile erreicht hat, oder es liegt daran, dass er noch nie schreiben konnte … „Tod eines Kritikers“ wirkt, als hätte es ein Stahlarbeiter ohne jeglichen Ideenreichtum und Sinn für Sprache auf das Notebook seines Sohnes gehämmert. Und zufällig geriet es in die Hände des unfähigen Lektors, der sich davon ein wenig Publicity für den Verlag versprach.
Das hat Suhrkamp dann ja auch bekommen.
Ob das Gut oder Schlecht war, sei dahingestellt.
Das Buch auf jeden Fall ist schlecht. Um nicht zu sagen: Miserabel.
Allein die erste Seite des Buches ist eine Qual.
Für Augen, Verstand und Feinsinn …
Da las ich nun, Hans Lachs neuestes Buch Mädchen ohne Zehennägel sei von André Ehrl-König in seiner berühmten und beliebten Fernseh-Show SPRECHSTUNDE unsanft behandelt worden. Der Autor habe den Kritiker, als der, wie es üblich sei, nach seiner Fernseh-Show in der Bogenhausener Villa des Ehrl-König-Verlegers Ludwig Pilgrim erschien, grob angepöbelt.
Stellen sich bei solchen Sätzen eigentlich nur mir die Zehnnägel gegen den Wind und wollen ausreisen?
Man sollte alte Männer einfach nicht mehr schreiben lassen. Und rezensieren auch nicht, die regen sich eh nur über fehlende oder zu undeutlich geschriebene Sexszenen auf; gell‘ Herr Reich-Ranicki.

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3 Kommentare

  1. Mit dieser ganzen Aufmerksamkeit bekommt Walser doch genau die Reaktion, die er sich erhofft hatte. Spätestens jetzt ist er in aller Munde. Besser kann man sich kaum verkaufen (außer er lässt noch seine Darmspiegelung ausstrahlen).

  2. Man sollte alte Männer einfach nicht mehr schreiben lassen
    Gewagte Forderung! 😉
    Aber Spaß bei Seite, ich hab sowohl von der PDF-Datei als auch von der „Lesung“ nicht mehr als das erste Drittel oder so ertragen. Jetzt weiß ich auch, warum MRR tatsächlich so schrecklich unter der „doitschen Gegewartsliteratür“ leidet.
    —–

  3. emot/trooper.gif böse-böse-böse…
    Man kann ja zu dem Roman stehen wie man will, aber…überdenke mal Deine Vorurteile. Stahlarbeiter= tumbe Analphabeten, oder wie? Euthanasie für alte Männer, oder was? Auch solltest auch Du wissen, das es schlechte Publicity nunmal nicht gibt. Krone der Schöpfung…

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