MySQL vs. The Rest of Entwickler

MySQL, die mit der Veröffentlichung von MySQL 4.0 auf die GPL-Lizenz umgestiegen sind, versus The Community of Developers
Aber nur mal so als Frage: Wenn es jetzt so ist, dass durch die Verwendung der GPL-Lizenz ab MySQL 4.0 jede Software, die das Datenbank Management System MySQL nutzt, als abgeleitete Arbeit betrachtet und – sofern nicht selbst unter GPL – somit zum Kauf einer kommerziellen MySQL-Lizenz genötigt wäre, wie verhält es sich dann, wenn man als Entwickler einen Abstraktionslayer wie ADOdb nutzt?
Der bildet ja nur eine Schnittstelle zu MySQL die ich nicht nutzen muss.
Und was muss oder darf eigentlich ADOdb, das ja selbst unter BSD und LGPL steht?
Verständlich ist der Schritt von MySQL allerdings doch … Schliesslich ist es noch immer ein kommerzielles Unternehmen das Profit machen will. Oder verliert – wenn MySQL kein Einsehen hat (aber scheinbar bewegt sich ja was) – MySQL an Boden und alle wandern zu PostgreSQL?! Bei eWeek vergleicht man die beiden Syteme schon mal … [H-Blog]

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5 Kommentare

  1. Wie ich bereits schon einmal irgendwo anders erleutert habe, geht es um die MySQL-Client-Libary. Entsprechend wirkt sich diese Lizenz-Änderung nur auf Software aus, welche gegen die MySQL-Client-Libary gelinkt ist („einkompiliert“). So ein Beispiel ist die MySQL-Extension von PHP. Wenn du aber mit PHP die MySQL-Extension von PHP benutzt, wird die GPL nicht weitervererbt (du benutzt nur die „Funktionalität“). Diesen Fall gibt’s sehr häufig, die Linux-Distributionen funktionieren ja genau gleich.

    Jedenfalls: Nein, du musst keine MySQL-Lizenz kaufen und kannst weiter Adodb usw. einsetzen.
    —–

  2. Ich glaube das hattest Du _hier_ schonmal erwähnt, als es um die fehlende MySQL-Unterstützung in der Alpha von PHP5 ging …

    Dieser Beitrag ist also mal wieder ein typischer „Blogger sind zu blöd zum Lesen und bauschen alles auf“-Fall?! :o)

  3. Laut Interpretation von MySQL (und auch der FSF) erweitert sich das, da die Lizenz viral ist. Die Entwickler von AdoDB müssten übrigens für jeden ihrer „Kunden“ ’ne Lizenz kaufen.

  4. Ich habe es schon an so vielen Stellen geschrieben, dass ich nicht in der Lage wäre, zu sagen, wo 🙂 – Zum Aufbauschen: Nein, weniger. Das Problem ist, dass dieser Lizenz-Pipapo je länger je komplizierter wird, v.a. die GPL ist eine etwas heiklere Sache, weil sie sich „weiterverbt“ [1]. Sie vererbt sich aber nur so lange weiter, wie man den Code weitergibt. Und da muss man eben ganz genau aufpassen, bis wohin Code „weitergegeben“ und somit die Lizenz „vererbt“ wird. Wäre die MySQL-Client-Libary ein PHP-Script (d.h. auf gleicher Ebene wie Adodb anzusiedeln), hättest du absolut recht.

    [1] Daher kommt auch, dass Microsoft sie mit einem Virus/Krebsgeschwür vergleicht.

  5. <zitat>
    Sie vererbt sich aber nur so lange weiter, wie man den Code weitergibt.
    </zitat>

    Es gibt kein entweder oder bei GPL, weitergabe von Programm verpflichtet zur weitergabe des Codes. Die GPL untersagt weiterhin die Bundelung mit nicht GPL-Lizenzen (ausnahme LGPL).

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