Der letzte Satz des Kapitel.

Es ist schon ein seltsames – und freies – Gefühl. Abends aus der Firma zu marschieren und zu wissen, etwas hinter sich zu lassen. Etwas, das die letzten 4 1/2 Jahre des eigenen Leben mit einem nicht geringen Anteil gefüllt hat. Etwas, dem man in den nächsten Wochen vielleicht noch einige Male begegnen wird, dass man von nun an allerdings aus einer anderen – freieren – Perspektive sehen wird.

4 1/2 Jahre plus 2 Monate sind vergangen seit ich zu meinem ersten Arbeitstag in einer kleinen Ludwigsburger Agentur erschien. Alles war neu damals. Neuer Job, neue Stadt, neue Menschen. Neue Welten. Im Web war ich ebenso neu wie im Job selbst. Im Gegensatz zu den meisten die mit mir da im Raum saßen. Programmierer, Grafiker, Flasher, Azubis, … Ein Dutzend Leute auf zwei kleine Zimmer in einem Gr├╝nderzentrum. Man, es war eng.
Viel ist passiert seit dem. Und jetzt. Vorbei.
Kein Bedauern. Kein wehmütiger Blick zurück.

Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten, es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Dummheit, es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens, es war die Saison des Lichts, es war die Saison der Dunkelheit, es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung, wir hatten alles vor uns, wir hatten nichts vor uns, wir gingen alle direkt in den Himmel, wir alle machten uns in die andere Richtung auf …

(Charles Dickens, Eine Geschichte zweier Städten)

In andere Richtungen aufmachen.
Über die Jahre verschwanden viele Gesichter. Widmeten sich neuen Aufgaben. Neuen Familienmitgliedern. Neue Gesichter kamen. Und werden jetzt zurück bleiben.
Ein Stück zumindest noch werden wir auf unserem Weg in Sichtweite bleiben, Worte und Proviant wechseln. Irgendwann verliert man sich aus den Augen. Der Lauf der Zeit.

In andere Richtungen aufmachen.
Die nächsten Wochen werden spannend. Also Wanderstock auspacken. Niemand behauptet der Weg nach da drüben sei leicht. Aber nach den letzten Jahren ist er genau das, was ich jetzt will. Einfach geht schliesslich immer ­čśë

Danke, Ihr für die letzten Jahre! Euch viel Glück und Erfolg.
Wir sehen uns. Da oder hier … hoff ich doch.

Und jetzt pack ich. Für die Berge. Am Wochenende geht es ins Allgäu, klare Gedanken schauffeln, Kinder einer lieben Freundin bestaunen und das trübe Wetter genießen. Und dann, in einer Woche fangen wir mal an …

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14 Kommentare

  1. Ich war gerade ganz ├╝berrascht, als ich den Link aus meiner Fav-Seite angeklickt habe und mir nichts rotes mehrentgegen strahlte. Dann viel mir auf, ach ja, der erste November. Sieht ganz gut aus.

    Neuer Job?

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