Podcastverband vs. Podcastclub

Der Podcastverband – in dem sich einige namenhafte deutsche Podcaster (u.a. Thomas Wanhoff und Gerrit van Aaken) zusammengefunden haben – wurde am 20. August gegründet. Leider hat es der Verband aufgrund einiger Verirrungen und -wirrungen bis heute nicht geschafft als e.V. eingetragen zu sein, was allerdings beabsichtigt und „in Arbeit“ ist.

Ziel des Verbandes soll sein, die Interessen von unabhängigen, deutschsprachigen Podcastern in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das bedeutet Lobbyarbeit bei Medien und Verbänden, Pressearbeit, aber auch zentrale und neutrale Anlaufstelle für alle Fragen rund ums Podcasting.

Anfänglich sah ich das Vorhaben noch mit ein wenig Skepsis, ist es doch diese deutsche „Vereinsmeier“-Mentalität die da durch kommt. Jedoch: Thomas und Gerrit machen ihre „Arbeit“ gut und sind durchaus auch mit dem Verband in den letzten Wochen immer wieder Thema in Presse und Blogs.

Heute nun stolperte ich über eine Pressemitteilung:

Als Sprachrohr für die Podcast-Gemeinde versteht sich der neu gegründete podcastclub e.V.. Er wurde von engagierten Machern des neuen Mediums ins Leben gerufen, die Podcasts intensiv nutzen und selbst produzieren. Im Rahmen eines gemeinnützigen Vereins möchten sie die Podcast-Kultur in Deutschland fördern.

und

Er führt deshalb offiziell den Zusatz e. V. (eingetragener Verein) und ist somit der erste eingetragene Podcastclub Deutschlands . „Wir verfolgen keinerlei wirtschaftliche Interessen, sondern möchten gerne Hörern sowie Machern von Podcasts mit Rat und Tat zur Seite stehen“, betont Vereinsvorstand Georg Schneider.

Sag ich jetzt was dazu? Nein, eigentlich nicht … Muss das sein?
*kopfschüttelnd*

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5 Kommentare

  1. „Thomas und Gerrit machen ihre “Arbeit” gut und sind durchaus auch mit dem Verband in den letzten Wochen immer wieder Thema in Presse und Blogs.“

    Eben! Andere wollen da auch hin, und dann gründen sie halt einen eigenen Verband. So sind sie halt, ich halte beide Verbände für obsolet. Aber was weiß ich denn schon …

  2. Man höre sich mal den letzten Tellerrand-Podcast an, da hat sich Alex Wunschel zur „Beirat“-Sache geäußert. Ich bin weder in dem einen noch in dem anderen Verein Mitglied einfach weil ich nur bei Vereinen Mitglied werden möchte, in denen ich auch wirklich aktiv sein kann – deswegen sinds momentan auch nur zwei Vereine, bei denen ich aktiv bin. Das reicht vollkommen.
    Mittlerweile denke ich: Warten wir doch einfach mal ab was da kommt, was der Podcastclub e.V. leistet und ob sich die Sache nicht schlussendlich wieder bündelt.
    Wobei irgendwie in der Szene erwähnt wurde, dass der Club als Reaktion einiger Unzufriedener mit der Arbeit des Verbands gegründet wurde aber das sind Gerüchte…
    Falls dem so sein sollte wäre es natürlich besser gewesen, man hätte gesagt was beim Verband jetzt verbesserbar ist – aber schön, ist nur meine Meinung.
    Und solagen Podster.de so funktioniert wie es soll…

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