BarCamp: Von Qualität und Freiheit

Don Alphonso geht auf der Blogbar auf das Thema „BarCamp“ ein (ohne je auf einem gewesen zu sein), und spricht einen Aspekt an, den man denke ich nicht aus den Augen verlieren sollte: Qualität. Ein BarCamp organisiert seine Sessions selbst, was zur Folge hat, das sich brilliante und weniger erbauende Vorträge ergeben. Einmal natürlich weil vielleicht manches Thema nicht interessiert, einmal aber auch aufgrund der Facette, die Don Alphonso in der Blogbar anspricht: Weil manch Vortragender nicht zum Vortragenden geeignet ist oder einfach Quark erzählt.

Das Thema Qualität beschäftigt uns beim BarCamp Leipzig natürlich auch, denn wir wollen für Qualität sorgen und vor allem Neugier bei den Teilnehmern wecken. Etwas, das ich bei einigen Sessions bspw. in Berlin durchaus vermisst habe. Ich denke vor allem, dass wir eigentlich nicht immer die gleichen Geschichten hören, immer die gleichen Vortragenden sehen und die interessanten Gespräche auf den Fluren führen wollen.
Natürlich hat ein BarCamp eine gewisse selbstreinigende Funktion. Denn weil es offen ist, kann jeder Zuhörer eingreifen und seine Sicht der Dinge erzählen. Auf der anderen Seite aber gibt es eben auch Vorträge in denen niemand sitzt, der korrigieren kann, weil man auf das BarCamp kommt um etwas zu lernen …
Die Gefahr ist ein Vortragender der verbesserbares erzählt, aber nicht verbessert wird, weil niemand in der Session sitzt, der ihn verbessern kann. Das Gefühl hatte ich durchaus bereits bei ein, zwei Sessions auf dem BarCamp in Berlin.

Ich sehe dadurch nun keine so grundlegende Gefahr, wie es Don Alphonso tut. Aber es ist durchaus ein Faktor, der Menschen dazu bewegen kann nicht mehr auf ein BarCamp kommen zu wollen, wenn man auf einem BarCamp immer wieder die gleichen Vortragenden vor der Nase hat, die über immergleiche Themen schwadronieren. Dazu im dümmsten Fall auch noch schlecht.
Es gab in Berlin bspw. durchaus einige Sessions, die ich sehr ungern in Leipzig sehen würde …

Das Ziel für Leipzig ist für uns eine offene Veranstaltung mit gesteuerten Varianten. Wie das genau aussehen wird kann ich derzeit noch nicht genau sagen, aber wir werden es in den nächsten Wochen rausfinden und skizzieren …

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2 Kommentare

  1. Es gibt natürlich Situationen in denen man über etwas schreibt was man nicht kennt – die meisten Roman-Autoren tun das eventuell. Allerdings habe ich einige Vorbehalte gegen Postings, in denen der Autor bekennt nie auf einer Veranstaltung gewesen zu sein aber dennoch seine Meinung dazu kundtut. Selbst wenns ein anerkannter A-Blogger ist, das ist sehr, sehr fischig IMHO.
    Nun ja, schauen wir mal – ich werde versuchen die zehn Pferde loszuwerden, die mich vom Besuch in Leipzig abhalten könnten – aber wehe, ihr legt den Termin auf den des Barcamps in Berlin! 😉
    Ad Astra

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