Captain Janeway x2

Am 3.Mai erscheint die Season 1 DVD-Box von Voyager auch hierzulande. Neben allem Rummel um Enterprise und deren Qualität ist Voyager sicherlich das Stiefkind Star Treks. Eine Serie, die viel Fan-Kritik einstecken musste. Ich mag Voyager – wie alle Star Trek Serien. Allerdings konnte das „kleine tapfere Raumschiff am Ende der Galaxie“ bei mir nie wirklich seinen Charme zeigen, auch wenn ich die führende Frau des Schiffes sehr mag.
Es gibt sehr gute Episoden bei Voyager. Aber es gibt auch sehr viele „durchschnittliche“ Episoden. Trotzdem ist Voyager, im Vergleich zu anderen Network-Serien der späten 90er, noch immer ein Glanzstück. Und etwas wie The Next Generation oder Deep Space Nine wird Rick Berman selbst mit einer neu orientierten Enterprise – einer Serie mit einem wirklich guten Team aber zu wenigen guten Ideen – so schnell nicht mehr hinbekommen.

Allerdings: Zurück zu Voyager. Denn die Season 1-Box enthält auf der Bonus-DVD einen echtern Leckerbissen: 15 Minuten (zwischen den Szenen dokumentiertes) Film-Material, dass „den Captain vor Kate Mulgrew“ zeigt – Geneviève Bujold.
Die Oscar-Nominierte Schauspielerin war die erste Wahl für Captain Nicole Janeway und war vielleicht auch nicht ganz so schlecht. Allerdings stapfte sie 2 Tage nach Beginn der Dreharbeiten zu „The Caretaker“ entnervt vom Set. Und aufgehalten haben soll sie aus dem Staff niemand.
Bujold und Star Trek passten – trotz allem (offiziellen) Lobes seitens Rick Berman für sie – offenbar nicht zusammen. Und das sieht man den wenigen Minuten die Bujold als Star Trek-Captain verbrachte an.
Geneviève Bujold selbst hat es mit keinem einzigen Kommentar auf die Special-DVD geschafft. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man sich ihren Kommentar von 1995 zu ihrem Ausscheiden bei Star Trek ansieht: Sie wollte nicht weiter „a comic book character“ spielen, sagte Bujold damals genervt. Garrett Wang – der nach sieben Jahren Brückdienst am Ende von Voyager noch immer Fähnrich Harry Kim war – äußerte sich auf einer Con [.ram] einmal zu diesem „comic book character“-Argument von Bujold.
Und Kate Mulgrew – Bujolds Nachfolgerin als Captain Kathryn Janewaydankte der französisch-kanadischen Schauspielerin auf einer Convention für ihren Abgang einmal herzlich. So erhielt sie – mit zwei Tagen Vorbereitungszeit – die Chance, nicht nur den „besten“ Satz des Pilotfilms („Mr. Kim. Stehen Sie bequem, bevor Sie einen Krampf kriegen„) sagen zu dürfen, sondern darüber hinaus in über 7000 Minuten Star Trek Voyager den ersten weiblichen Star Trek-Captain verkörpern zu können.

Apropos weiblicher Captain: Paramount bekam zum Ende des Castings für den Charakter Janeway ein wenig kalte Füße und castete noch zwei männliche Darsteller für den Sitz auf der Brücke: Nigel Havers – dem leading Mid-Lifer aus Manchild (SATC for boys) und Gary Graham, der dann irgendwann in Voyager noch eine kleine Gastrolle erhielt und in Enterprise als Botschafter Soval die Menscheit nervt.

2 Kommentare

  1. Alleine der Doktor macht die Serie sehenswert. Bspw. die Folgen, als er als Kommandierendes Notfallhologramm Tagträume erlebt oder die Episode auf der Prometheus.
    —–

  2. Ich muss andreas Recht geben, der Doktor ist einfach klasse.

    Die Serie hat mir insgesamt wirklich gut gefallen, auch wenn natürlich auch hier der ein oder andere Tiefpunkt gewesen war. Und gekracht hats ja auch ein paar Mal ordentlich, nicht immer alles via Diplomatie…

    Bisher habe ich noch keine dieser Star Trek Boxen (alleine bei STNG wegen der meisten deutsch-mono Ausstattung, etc.).
    Aber bei Voyager könnte ich diesmal schwach werden…

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