Bei Eventim-Music kaufen wollen … Teil 2

Zweite Runde eventim-Music! Ja, nach der Erfahrung habe ich mich trotzdem nochmal getraut.
Heute ist der Brief von T-Pay gekommen – dem tollen magentafarbenem Dienstleister, über den die Bezahlung bei eventim-Music geregelt wird. Ok, also auf die Website von T-Com, Sicherheitszertifikat installieren. Das fand ich so toll, dass ich es gleich doppelt gemacht habe – weshalb ich jetzt sinnigerweise zwei Sicherheitszertifikate der T-Com auf dem Rechner habe.
Hin zu eventim, zum x-ten Mal über die mangelnde Usability beim Einloggen geflucht. Eingeloggt. Nun wollte ich das geforderte ‚Zahlungslimit‘ setzten. Der Maximal-Betrag den man bei eventim-Music ausgeben kann, ist 20,00 Euro. Pro Lastschrift oder Telefonrechnung. Für fleißige Menschen also nix.
Ok, Lastschrift. Denn per Telefonrechnung geht mangels Zugehörigkeit zum Rosa Riese nicht (ich glaub nicht an das Böse (rot), sondern das Gute (blau)).
Lastschriftlimit kann ich trotz dutzendfachem Versuch nicht setzten. Bekomme jedesmal eine Fehlermeldung vom T-Pay-System.
Ok. Ich gebe nicht auf. Also über die PrePaid-Schiene versuchen. Dort kann man nämlich auch mit Click&Buy bezahlen. Registrierung konnte ich mir glücklicherweise schenken (bin schon seit Ewigkeiten Kunde). Also gleich festlegen wieviel Geld ich ausgeben will und ‚Weiter‘ klicken.
Ich habe es fünfmal versucht. Und fünfmal bekam ich einen Time-Out. So pervers war Zahlen per Click&Bux noch nie.
Ok, Versuch Nummer sechs klappt (ja, ich bin zäh).
Mein Prepaid-Guthaben ist da.
Ok, Song suchen (angeblich 280.000 von allen Major-Labeln; dann ist entweder die Präsentation einfach Kacke, oder der Teil meines Musik-Geschmacks der Mainstream ist, ist nochimmer zu seltsamen).
Stefan Raab? Nö.
Joy Denalane? Ja. Hab ich aber schon.
Freundeskreis? Ja. Gut.
Mit Dir. Nö.
Ich geb nicht auf, den in der Liste habe ich gerade ‚Esperanto‘ als Album gesehen.
‚Freundeskreis; Joy Denalane‘? Bingo.
Jetzt bin ich nur ein wenig irritiert dass ich zwei identische Treffer erhalte.
Gleicher Preis, gleiche Qualität, gleiches Datum. Unterschiedliche ID.
Ok, anhören. Den benötigten „My-Player“ habe ich ja noch.
Auweih, ich hoffe das was ich bekomme hört sich besser an – die Qualität ist schlecht.
Track zwei anhören.
Hey, ist das Gleiche.
Kinderreim abzählen … Eene Meene Muh …
Kaufen-Knopf klicken – Die dauernden Sicherheitsmeldungen des IE nerven (ja IE, wir erinnern uns: Firefox mochte eventim-Music nicht; wahrscheinlich werde ich hier von dutzenden Active-X-Elementen gegeiselt, meine Firewall ist abgeschaltet – aber nicht deswegen).
Ok. Warten. Download läuft.

Der ‚My-Player‘ ist rudimentär. Da bietet mein Winamp (3 und 5) mehr an Features. Gut ist, dass der Player in der Schnellstartleiste verschwindet und damit nicht mehr stört – ein Feature, dass ich bei Winamp bspw. vermisse. Außerdem prangt oben rechts sinnlose Werbung für das Ding. Ich bezahl für Inhalte, mir wird ein Player aufgedrückt und dann werde ich auch noch mit Werbung von T-Com und eventim zugepflaster. Danke.

Der Downloadstatus wird im Player angezeigt – kennt man ja.
Fertig.

Den Track darf man (im Schnitt, das ist offenbar pro Song unterschiedlich) 1mal als WMA exportieren, 3mal brennen, 3x auf ein ‚TrustedDevice‘ exortieren und innerhalb des Players unbegrenzt spielen.

Ok, WMA, dass kann ich nämlich mit meinem Winamp abspielen. Export.
Geht recht langsam. Ist das normal? Fertig. Und rein in Winamp.
Klingt fein.
Aber kann ich auch andere Lieder in den ‚My-Player‘ holen; wenn ich mich dann doch für das Ding entscheiden wöllte?
Ja, kann ich. Auswahl eines Ordners.
Eine Liste der Songs inkl. Möglichkeit auszusuchen, welche Songs ich holen will. Spaßeshalber alle? Nein, erstmal nur eine handvoll.
Die Auswahl fällt schwer, denn die Liste kann ich nicht nach Dateinamen sortieren, das sieht anders aus als in meinem Verzeichnis … Ok. Fünf Songs. Plus die Auswahl ‚Die Dateien der Tracks kopieren‘. Was sich dahinter verbirgt kann ich nur raten – Die Dateien werden vom Ursprung in das ‚My-Player‘-Verzeichnis kopiert?
Funktioniert gut, klingt gut. Und die kopierten Songs liegen tatsächlich im ‚My-Player‘-Verzeichnis.
Die heruntergeladenen Dateien übrigens liegen als „l3p“-Dateien auf der Platte. Mit auf Player ziehen ist also nix – oder gehört das zu einem ‚Trusted Device‘?

FAZIT: Die Preise sind ok (99 Cent und das Album ab 9 Euro). Die Qualität der Songs ist normal/gut. Der Vorteil ist eindeutig die Zahlungsmethode die (theoretisch?) Lastschrift, Rechung und PrePaid mit Telekom, Telekom-Rechnung oder Click&Buy zulassen. Keine Kreditkarte benötigt. Komisch ist das Limit – klar, wenn man Telekom-Kunde ist und per Telefon-Rechnung zahlt kann man so ‚für die lieben Kleinen‘ einen Rahmen setzen.
An der technischen Seite muss man aber dringend was ändern. Es kann nicht sein, dass es dauernd zu nichts sagenden Fehlermeldungen kommt oder mir leere Seiten geliefert werden.
Schlecht ist auch die Übersichtlichkeit, Nutzbarkeit und die Suche der Online-Seite. Und den Player sollte man dringend verbessern.
Insgesamt wirkt das alles sehr unausgereift. Der „Durchstarter 2005“, wie die aktuelle TV-Movie eventim-Music beurteilt, ist eventim-Music meines Erachtens nicht – da muss noch wesentlich mehr getan werden!

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Allgemein Verschlagwortet mit

10 Kommentare

  1. Darf ich fragen, warum du dir so ein Martyrium antust, nur um ein bißchen Musik zu kaufen? Zu Testzwecken als Dienst am Leser oder masochistische Neigung?
    Dann kann ich ja für das Unternehmen nur hoffen, dass noch mehr Leute so schmerzfrei sind und denen ihr Geld mit Gewalt reindrücken 😉
    —–

  2. wie schon gesacht. iTMS. Wenn ich mir deine odyssee durch die Tiefen des phonoline/eventim systems durchlese… mann bin ich froh das ich an einam mac sitze und iTMS in verbindung mit iTunes nutze. das funzt einwandfrei.

  3. hab mich auch für eventim interessiert, hauptsächlich weil die Bitrate höher ist als beim itms. Musste auch feststellen, dass die Benutzerfreundlichkeit absolut beschissen ist. Bisher hab ich es fertiggebracht, my-playlist zu installieren, und konnte es sogar mit firefox benutzen (Zwang zum ie wäre für mich ein knock-out Kriterium). Das Installationsprogramm bringt anscheinend ein Mozilla-Plugin mit und installiert dies auch, wenn man Mozilla drauf hat (oder war die Datei schon vorher da?) Auf jeden Fall hab ich zunächst mit Mozilla rausgefunden, dass das uds Plugin respektive npudsplugin.dll benötigt wird. Nachdem ich die Datei ins Firefox Pluginverzeichnis kopiert hatte, ging das Probehören auch damit.

  4. Die Bitrate bei iTMS ist deswegen geringer, weil das Downloadformat AAC und nicht mp3 ist. AAC ist qualitativ besser und benötigt somit weniger Speicherplatz als mp3 in gleicher Qualität. Ansonsten war ich früher auch bei eventim-music. Ist mir zu umständlich und zu MAC-unfreundlich.
    iTMS läuft super, jetzt auch mit Video und ich kann Audio-CD?s brennen ohne limit. Übrigens auch für WINDOW XP geeignet.

  5. Ich habe irgendwie immer das Gefühl, dass Eventim sein Potential nicht voll ausschöpft. Die sind so umtriebig in ihren Geschäften, Marktführer in vielen Bereichen und trotzdem hinken sie was usability und Freundlichkeit angeht immer weit weit hinterher. Vielleicht haben sie es ja einfach noch nicht nötig, daran was zu ändern, aber wenn es so weitergeht kommt das bestimmt auch noch.

  6. Denke schon, dass Eventim alles Mögliche versucht, um sein Potential auszuschöpfen. Natürlich braucht es für bestimmte Dinge eine Anlaufphase, dennoch streben sie an, sich auf den Markt zu festigen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert