Kinder sollten Programmieren bereits in der Schule lernen

Gänzlich schnell dahingerotzt und unkommentiert aus dem heutigen D64 Newsletter – drei Links zum Thema, warum Kinder heute schon in der Schule Programmieren als Fremdsprache lernen sollten.

Ich bin kein Fan des finnischen Weges, weil ich denke, dass unsere Handschrift auch ein Stück Persönlichkeitsentwicklung ist (wer hat nicht seine eigene Unterschrift versucht zu lernen und einen eignen Typ daraus zu machen … stundenlang auf Zettel gekritzelt und danach immer wieder verbessert / verändert / erneuert – bis man sie gefunden hat?!). Aber ich finde sehr wohl, dass Kinder an das Thema Computer, Programmierung, Algorithmen etc. heran geführt werden müssen – diese sind die binomischen Formeln von morgen.

Die Links:

Coding für Kinder I: Kinder sollten schon in der Grundschule an Code und Algorithmen herangeführt werden, finden amerikanische Pädagogen. Ich finde das auch.
wsj.com

Coding für Kinder II: Auch in Großbritannien sieht man das so. Lisa Floyd, Lehrerin in London, erklärt, warum Kinder kreativ mit Code etwas erschaffen sollten statt nur Vorgefertigtes zu konsumieren.
medium.com

Coding für Kinder III: Polen, Großbritannien und die Niederlande machen’s vor: Programmieren ist eine Kernkompetenz, auf die man heute nicht mehr verzichten kann. Und hier?!
swr.de

Warum das?
Weil Programmieren heute der Baustein für den Berufserfolg von morgen ist. „Neue Formen des digitalen Recherchierens, des Programmierens oder der Mediengestaltung sollten in der Schule vermittelt werden“, sagte selbst die Internetbeauftragte der Bundesregierung, Gesche Joost. Technologien ragen immer stärker in alle Bereiche des Lebens und Arbeitens – kaum ein Beruf wird noch ohne digitale Kenntnisse auskommen. Kinder sollten deshalb schon jetzt ein Verständnis erlangen. Statt Spanisch als dritte Fremdsprache gehören Java, C++ und Co. auf den Lehrplan. Dabei müssen die Mädels nicht als Programmierer aus der Schule kommen, sondern ein Verständnis entwickeln.

Auf dem Lehrplan meines großen Sohnes, der hier die 7. Klasse einer Schule besucht, steht indes nicht einmal „Informatik“ oder ein anderes Fach, welches Medienpädagogik oder den Umgang mit Computern zum Thema hat … Das im Jahr 2015, gegenüber der ersten rein digitalen Generation. Ein Armutszeugnis für den „Technologiestandort“ Deutschland.

Auch, weil der D64 in diesem Bereich eine Meinung vertritt und sie in die Politik tragen will, bin ich übrigens seit einigen Wochen Mitglied in dem Verein. Ich finde seine Arbeit gut und wichtig – mit meiner Mitgliedschaft unterstütze ich diese Arbeit.

Bild: Donnie Ray Jones, flickr CC Lizenz

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